Meinungen:Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

Letzter Kommentar: vor 13 Jahren von 178.24.240.33 in Abschnitt Darf man einen Massenmörder ermorden?

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Kritik an Merkel-Äußerung: „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten.“

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Darf man einen Massenmörder ermorden?

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Darf man einen Massenmörder ermorden? Diese Frage wird seid der Tötung Bin Ladens viel diskutiert. Aber tatsächlich kann man darüber nicht diskutieren: Niemand hat das Recht, jemand anderem das Leben zu nehmen, schon gar nicht wenn er unbewaffnet ist. Das ist so und darüber kann man auch nicht diskutieren.

Die USA haben erneut Schuld auf sich geladen. Sie sind auf das Gebiet des souveränen States Pakistan eingedrungen, haben Bin Laden (und einige seiner Gefolgsleute) getötet ihn dann mitgenommen und im Meer versenkt - ohne Prozess. Ich möchte nicht bestreiten, dass Osama Bin Laden ein Schwerverbrecher ist und seine Taten schlimm sind, vor allem für die Angehörigen. Und dennoch: Jeder hat ein Recht auf Leben, was einem auch nicht durch Richter abgenommen werden kann.

Und wenn man die Sache aus der Sicht der USA betrachtet: Ein fairer Prozess wäre sinnvoller gewesen, denn

  • so hätten die USA nicht den Zorn vieler Terroristen auf sich gezogen
  • und möglicherweise hätte der al-Qaida-Chef weitere Informationen preis gegeben.

So hart das auch klingt: Obamas Erfolg war kein Erfolg, sondern ein bejubeltes Verbrechen.

ChrGermany

Ich finde die Diskussionen widerlich. Der Mann hat zehntausende von Menschenleben auf dem Gewissen, nicht nur 9/11, sondern Madrid, London, Bali, Mumbai, Irak, Afghanistan. Auge um Auge, Zahn um Zahn, ganz christlich also. --Matthiasb 19:26, 4. Mai 2011 (CEST)Beantworten

Ich finde diese Diskussion auch widerlich. Es stimmt, dass er maßgeblich am Tode tausender unschuldiger beteiligt war. Das streite ich auch gar nicht ab. Aber: In den international verbindlichen steht, dass jeder ein Recht auf Leben hat und dass niemand einem dieses Recht absprechen kann.
Und zu deiner Rechtfertigung der Bibel:
  • Dann müssten wir ja in Deutschland die Todesstrafe wiedereinführen
  • Die Äußerung wurde später durch Jesus konkretisiert: "Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 39 Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar. 40 Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den Mantel. 41 Und so dich jemand nötigt eine Meile, so gehe mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir abborgen will." (Matthäus 5,38-42)
Also nicht ganz so christlich.
Gruß ChrGermany 19:30, 5. Mai 2011 (CEST)Beantworten


Mal eine objektive Meinung:

Dieser Mann war offensichtlich für die Tötung vieler Menschen verantwortlich. Er hat sie gewollt, vorangetrieben, provoziert und verteidigt. Du bekommst, was du gibst - dies stellt ein Grundgesetz dar. Auch ein Herr Bin laden ist davon nicht ausgeschlossen. Der Tod dieses Mannes war also eine logische Konsequenz. Die Äußerung Merkels ist absolut legitim, ob sie angemessen war, ist ein anderes Thema. Wenn man innerhalb einer christlichen Kirche eine Rede hält, dann war sie dies vermutlich nicht - aber legitim, allemal!--178.24.240.33 01:48, 15. Mai 2011 (CEST)Beantworten