Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt

Veröffentlicht: 30.08.2014, 15:36 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 30.08.2014 – Nach dem zuletzt ein Mann, der aus London stammend für die Terrorgruppe Islamischer Staat kämpft, als wahrscheinlicher Mörder von James Foley ermittelt wurde und im Zusammenhang mit dieser Hinichtung Warnungen gegen westliche Länder ausgesprochen wurden, hat die britische Innenministerin Theresa May am Freitag erklärt, dass die Terrorwarnstufe in Großbritannien heraufgesetzt würde. Die Warnstufe wurde von „erheblich“ um eine Stufe auf „ernst“ - die zweithöchste der fünf Stufen umfassenden Skala - heraufgesetzt. Die Entscheidung wurde vom Joint Terrorism Analysis Centre, in dem verschiedene Geheimdienste und Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, vorbereitet und anschließend von der Regierung beschlossen.

Theresa May (2010)

Es sollen sich nach Angaben von Scotland Yard rund 200 Männer in London befinden, die zwischenzeitlich am Bürgerkrieg in Syrien teilgenommen haben. Von diesen zurückgekehrten und weiteren zurückkehrenden Kämpfern sieht May die größte Gefahr ausgehen. Sie betonte, dass es keine Anhaltspunkte für einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag gebe, dass die Erhöhung der Warnstufe lediglich bedeute, dass ein Anschlag sehr wahrscheinlich sei. Sie rief die Öffentlichkeit zu erhöhter Wachsamkeit auf. Islamische Bevölkerungsgruppen und Familien sollten Personen, die möglicherweise für extremistische Propaganda empfänglich seien, den Behörden melden.

Von Premierminister David Cameron wurden neue Regeln angekündigt, nach denen als mögliche islamistische Kämpfer eingestufte Personen an der Ausreise aus Großbritannien gehindert werden können. Zwar gibt es bereits Möglichkeiten, den Reisepass einer Person für ungültig zu erklären, aber Cameron stellte besorgt fest, dass dies nur 23-mal im letzten Jahr geschehen sei. Er warnte vor der Errichtung eines Terrorstaates in der Nähe des Mittelmeers und kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Geheimdienste im Land selbst wie auch in ihrer Zusammenarbeit mit den USA an, um dies zu verhindern. Er erklärte, dass weder eine andere westliche Außenpolitik noch mehr Hilfe für die betroffenen Regionen allein das Problem würden lösen können.


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