Berliner Tierschutzpartei spricht sich für gemeinsamen Ethik-Unterricht aus

Veröffentlicht: 22:22, 25. Apr. 2009 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 25.04.2009 – Der Berliner Landesverband der Tierschutzpartei spricht sich dafür aus, dass an Berliner Schulen Ethik weiterhin als gemeinsames Schulfach unterrichtet werden soll. Demnach soll die bisherige Regelung, wonach das Unterrichtsfach Religion freiwillig besucht werden kann, beibehalten werden. Nicht zuletzt würde das die Trennung von Kirche und Staat garantieren.

Beim Volksentscheid nächsten Sonntag werden die Berliner darüber entscheiden, ob dieser Status Quo auch für die Zukunft Bestand haben wird, oder ob - wie beispielsweise die Bürgerinitiative PRO RELI fordert - Ethik und Religion gleichberechtigt nebeneinander stehen und die Schüler sich für eines dieser beiden Fächer entscheiden müssen.

Die Tierschutzpartei wirft der Initiative PRO RELI dabei vor, die Öffentlichkeit bewusst zu täuschen: „Die Initiative „Pro Reli“ hingegen würde mit ihrer Forderung diese Wahlmöglichkeit nehmen, da sich Schüler für eines der beiden Fächer entscheiden müssten. Es ist also unangemessen, wenn Werbeslogans der Initiative mit „Wahlfreiheit“ argumentieren. Im Gegenteil: Sollte der Volksentscheid Erfolg haben, besteht ein Zwang zur Entscheidung! Die Initiative versucht sich quasi in ein Pflichtfach zu „mogeln“, obwohl Religionsunterricht bereits seit 1948 ein freiwilliges, zusätzliches Lehrangebot an staatlichen Schulen in Berlin ist.“ so der Berliner Landesverband der Partei auf seiner Homepage.

Darüber hinaus kritisiert die Partei, dass Ethik und Religion dadurch auf eine Stufe gestellt würden, da Ethik „allumfassend, völkerverständigend und konfessionsfrei“ sei. Außerdem würden im Ethik-Unterricht Dinge wie Tierschutz und Umweltschutz wesentlich undogmatischer behandelt werden als dies bei Religion der Fall sei.

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Quellen