Verdeckte Ermittler des FBI verhindern Anschlag auf das Kapitol

Veröffentlicht: 12:35, 19. Feb. 2012 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 19.02.2012 – Am Freitag wurde in der Nähe des Kapitols in Washington ein 29-jähriger gebürtiger Marokkaner festgenommen. Er war im Begriff, einen Selbstmordanschlag gegen das klassizistische Bauwerk zu verüben.

Kuppel des Kapitols

Laut Aussage des Justizministeriums lebte Amine El Khalifi seit zwölf Jahren illegal in den Vereinigten Staaten. Er war verdeckten Ermittlern des FBI ins Netz gegangen, als er Kontakt zu einer bewaffneten extremen Gruppe gesucht habe. Zwei Undercover-FBI-Agenten gaben sich als al-Qaida-Mitglieder aus. Über Monate sei er beobachtet worden, und als er einen Anschlag verüben wollte, bei dem mindestens 30 Menschen sterben sollten, habe man ihn durch einen verdeckten Ermittler mit einer vermeintlichen Sprengstoffweste und einer Schusswaffe ausgestattet. Es handelte sich um harmlose Attrappen. Während der Operation habe niemals Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Die Ermittlungsbehörden verfolgen seit Längerem das Ziel, Verdächtige in fingierte Anschlagspläne zu verwickeln. Unter anderem wurde aus diesem Grund die Anzahl der Undercover-Agenten auf 15.000 erhöht.

Dem 29-jährigen Mann wird ein Versuch des Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe gegen das Eigentum der Vereinigten Staaten vorgeworfen. Dafür droht ihm lebenslange Haft.

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