Tasmanischer Teufel ist vom Aussterben bedroht

Artikelstatus: Fertig 15:59, 16. Mär. 2007 (CET)
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Hobart (Australien), 16.03.2007 – Wie der Stern in seiner Online-Ausgabe vom 15. März 2007 berichtet, gab Professor Hamish McCallum von der Universität von Tasmanien in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters seiner Befürchtung Ausdruck, dass der Tasmanische Teufel, auch Beutelteufel genannt, akut vom Aussterben bedroht sei.

Tasmanischer Teufel

Seit 10 Jahren breitet sich unter den fleischfressenden Beuteltieren ein mysteriöser Gesichtskrebs aus, der für die erkrankten Tiere tödlich ist. Es sei inzwischen bereits die Hälfte des Bestandes dieser fleischfressenden, nur auf der Insel Tasmanien vorkommenden Tiere an dieser Tumorerkrankung verendet, sagte McCallum. Die Population sei inzwischen auf weniger als 75.000 Individuen zusammengeschmolzen, zu wenig, als dass die Art auf Dauer überleben könne, zumal sich die Erkrankung schnell ausbreitet. Innerhalb der nächsten zehn bis 20 Jahre müsse mit dem Aussterben der Art gerechnet werden.

Nach Ansicht von Professor McCallum sei es sehr wahrscheinlich, dass sich die Tiere während des Paarungsaktes mit dem Gesichtskrebs anstecken. Die Krankheit wurde erstmals vor zehn Jahren bei Tieren in den nordöstlichen Küstenregionen Tasmaniens beobachtet. Inzwischen wurden schon vom Krebs befallene Tiere in Gebieten gefunden, die nur 50 Kilometer von der Westküste entfernt sind. Jetzt sollen gesunde Tiere von der Westküste auf Inseln vor Tasmanien angesiedelt werden, bevor der Gesichtskrebs auch dort den Bestand bedroht. Wie McCallum sagte, sollen die etwa 30 Tasmanischen Teufel, die zurzeit in der tasmanischen Hauptstadt Hobart in Quarantäne gehalten werden, auf die Insel Maria Island, auf der sich früher eine Sträflingskolonie befand, gebracht werden. Etwa 40 Beutelteufel werden in verschiedenen Zoos auf dem australischen Festland gehalten.

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Quellen