Studie: Erhöhte Krebsrate in der Region um das Atommüll-Lager Asse

Veröffentlicht: 22:27, 25. Nov. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Wolfenbüttel / Hannover (Deutschland), 25.11.2010 – Eine erhöhte Leukämie-Rate in der Region rund um das Atommüll-Lager Asse im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel stellte eine Studie jetzt fest. Einen Bericht zu der Studie sendete am Donnerstag das Regionalmagazin des Norddeutschen Rundfunks „Hallo Niedersachsen“. Das Magazin berief sich dabei auf Daten, die das niedersächsische Sozialministerium ermittelt hatte.

Dabei wurden statistisch signifikant erhöhte Leukämie-Raten bei Neuerkrankungen von Männern festgestellt. Die Leukämiewerte für Frauen lagen im statistisch erwarteten Bereich. Frauen wiesen dagegen eine dreifach erhöhte Neuerkrankungsrate im Vergleich zu dem statistischen Erwartungshorizont bei Schilddrüsenkrebs auf.

Die Daten wurden in dem Zeitraum zwischen 2002 und 2009 durch die Registerstelle des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN) erhoben. Einen detaillierten Bericht will das EKN Anfang Dezember vorlegen.

Ob es einen ursächlichen Zusammenhang mit der Lage der Schachtanlage Asse, eines Lagers für atomare Abfälle, im Landkreis Wolfenbüttel gibt, ist bislang unklar. Vertreter von Sozial- und Umweltministerium, des Landkreises Wolfenbüttel und des Bundesamtes für Strahlenschutz wollen zunächst eine Arbeitsgruppe bilden, die dieser Frage nachgehen soll.

Themenverwandte Artikel

Quellen