Streichung der Gelder für Musikschulen in Thüringen

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Erfurt (Deutschland), 01.09.2005 – Die Landesregierung hat Gelder für die Musik- und Kunstschulen in den Thüringer Kommunen gekürzt. Dies stieß nicht nur bei den Schulen auf Unverständnis, sondern rief auch die Opposition auf den Plan.

Die Landesregierung hat die Zuschüsse von 3,6 Millionen auf 2,8 Millionen Euro gekürzt. Damit stünden in den 27 kommunalen Musikhochschulen nur 137 Euro pro Schüler und Jahr zur Verfügung. Dennoch liegt Thüringen mit der Höhe der Zuschüsse pro Kopf noch nicht an letzter Stelle in Deutschland. Schleswig-Holstein z.B. schießt nur pro Schüler und Jahr zu.

Die kulturpolitische Sprecherin der PDS-Fraktion Dr. Birgit Klaubert sprach von Spitzenwerten bei den Gebühren für die Schüler im Bundesdurchschnitt. Dies sei vor allem auf die Kürzung von einer halben Million Euro an Zuschüssen innerhalb des letzten Jahres zurückzuführen. Skandalös fand Birgit Klaubert die Aussage des Kulturministers auf der letzten Sitzung, wonach er meinte, die Klientel der Musikschule sei durchaus in der Lage die Gebühren zu bezahlen.

Die Kürzungen waren wegen des knappen Haushaltes beschlossen worden. Einigen Musikschulen stehen außerdem Kürzungen seitens der beteiligten Kommunen aus dem selben Grund ins Haus.

Heute fand in allen Teilen Thüringens an den Musikschulen ein Aktionstag gegen die Kürzungen statt.

Quellen