Pilot mit 1,7 Promille sorgt für Wirbel auf Frankfurter Flughafen

Artikelstatus: Fertig 14:17, 15. Apr. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Egelsbach (Deutschland), 15.04.2006 – Am Gründonnerstag Abend gegen 19.50 Uhr startete ein 66-jähriger Privatpilot mit seinem Kleinflugzeug vom hessischen Flugplatz Egelsbach. Wie sich anhand eines Alkoholtests herausstellte, hatte der Mann, der Fluglehrer ist, 1,7 Promille Alkohol im Blut. Mit ihm befand sich ein 21-jähriger Flugschüler in der Piper PA-28.

Flughafen Frankfurt

Bemerkt wurde sein Zustand bereits kurz nach dem Start, als er in der Luft die Orientierung verlor. Er missachtete die Anweisungen der Deutschen Flugsicherung (DFS) und hielt sich nicht an die vorgegebenen Höhen und Kurse. Die DFS sagte: „Er hat sich merkwürdig angehört und ist merkwürdig geflogen.“ Daraufhin schaltete die DFS die Polizei ein. Geplant war, den Fluglehrer auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn landen zu lassen, den er vor dem Start als Zielflughafen angegeben hatte. Die schlechte Wetterlage im Hunsrück ließ jedoch keine Landung zu. Er wurde nach Frankfurt umdirigiert.

Ein Polizeihubschrauber startete, und auf dem Frankfurter Flughafen wurde Alarm ausgelöst. Anfliegende Linienmaschinen durften nicht landen. Sie mussten in der Luft bleiben. Fluglotsen der Flugsicherung gelang es schließlich, den Piloten zur Landung auf dem Frankfurter Flughafen zu bewegen. Der Polizeihubschrauber begleitete ihn dabei. Erst nach seiner Ankunft in Frankfurt durften die Linienmaschinen ebenfalls landen.

Lehrer und Schüler wurden nach der Landung in Frankfurt verhaftet, kurz darauf jedoch wieder frei gelassen. Den Piloten erwartet nun eine Anzeige wegen Gefährdung des Luftverkehrs. Der Pilotenschein des Fluglehreres wurde eingezogen. Die Piper kam in Gewahrsam der Polizei. Jetzt erwarten den Fluglehrer Rechnungen zahlreicher Fluggesellschaften, die seinetwegen mit ihren Verkehrsflugzeugen zehn Minuten lang Warteschleifen fliegen mussten oder nicht starten konnten. Alleine die Deutsche Lufthansa kann Schadensersatzforderungen für die Verzögerung bei 30 Flugzeugen an ihn stellen. So viele Maschinen waren durch ihn blockiert. Auch beim Flugschüler wurde ein Alkohltest durchgeführt, das Ergebnis wurde jedoch nicht bekannt gegeben.

Themenverandte Artikel

Quellen