Mutmaßlicher Bombenleger in Kiel festgenommen

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Kiel (Deutschland), 19.08.2006 – In Kiel wurde der Hauptbahnhof am frühen Morgen vollständig abgesperrt. Grund war ein Bombenalarm und die Festnahme eines mutmaßlichen Bombenlegers.

Der festgenommene 21-jährige Mann soll an den versuchten Bombenanschlägen in Zügen vom 31. Juli 2006 in Köln beteiligt gewesen sein. Dabei waren zwei Bomben in Regionalzügen nach Koblenz und Hamm gelegt worden, die dann in den Hauptbahnhöfen von Dortmund und Koblenz entschärft wurden. Nach Darstellung des Bundeskriminalamtes war es nur einem handwerklichen Fehler zu verdanken, dass die Bomben nicht explodierten.

Neben der Festnahme im Kieler Kopfbahnhof wurde auch eine Durchsuchung in einem Kieler Studentenwohnheim im Stadtteil Projensdorf durchgeführt. Außerdem wird in einem Teich nach Computerteilen und Sprengstoff gesucht. Die Polizei sucht immer noch nach dem Mittäter. Sie veröffentlichte Videoaufnahmen der Überwachungskamera des Kölner Hauptbahnhofes und setzte eine Belohnung in Höhe von 50.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus.

Unterdessen wurde berichtet, der festgenommene Mann könnte aus dem Libanon stammen und einem bisher nicht enttarnten islamistischen Terrornetzwerk angehören.

Dass die Bevölkerung die Terrorgefahr ernst nimmt, zeigt der Fund eines heute Mittag herrenlos gefundenen Koffers in einem Zug nach Koblenz. Im Hauptbahnhof von Koblenz wurde der Waggon mit dem Koffer vom Zug abgetrennt und zu einem nicht weit entfernt gelegenen Güterbahnhof gebracht. Dort wurde er von Polizeispezialkräften untersucht und geöffnet. Der Inhalt stellte sich als harmlos heraus. Ein Brasilianer, der die Ansagen im Zug nicht verstehen konnte, ließ seinen Koffer unbeaufsichtigt im Zug und löste somit den Fehlalarm aus.

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Quellen