Mindestens 251 Tote durch Monsunfluten in Indien und Myanmar

Veröffentlicht: 21:41, 16. Aug. 2019 (CEST)
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Neu-Delhi (Indien), 16.08.2019 – Infolge starker Monsunregenfälle sind in Indien mindestens 192 Menschen umgekommen. Das geht aus Berichten der Regierungen von vier indischen Bundesstaaten hervor. 17 Personen werden noch vermisst. Nach Angaben von Agence France-Presse wurden wurden im Südosten Myanmars durch einen Erdrutsch 59 Personen getötet. Zehntausende waren zur Flucht gezwungen. In Teilen des Landes waren in der vergangenen Woche mehr als 500 mm Niederschlag gefallen.

Das Satellitenbild vom 11. August 2019 zeigt Indien, Nepal, Bangladesch, Myanmar und angrenzende Gebiete unter teilweise dichter Wolkendecke, vor allem entlang der Westküste Indiens und Myanmars
Satellitenbild: NOAA

Im südindischen Bundesstaat Kerala starben durch die Monsunfluten 85 Personen; 53 Personen wurden am Montag (12. August) noch vermisst. Am selben Tag wurde am internationalen Flughafen in Kochi der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Er war für zwei Tage unterbrochen, weil die Start- und Landebahn unter Wasser stand. Außerdem mussten eine Reihe von Zugverbindungen ausgesetzt werden. Mehr als 250.000 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Sie sind in einer der 1639 Notunterkünfte in dem Bundesstaat untergekommen. Mehr als 200 Häuser wurden durch die Auswirkungen des Regens zerstört, teilten die Behörden mit.

Im benachbarten Bundesstaat Karnataka sind 48 Personen durch das Hochwasser gestorben, und 14 weitere werden noch vermisst. Hier haben die Behörden über 40.000 Bewohner evakuiert und 924 Notunterkünfte eingerichtet. Betroffen von Überschwemmungen sind 17 der 30 Distrikte des Bundesstaates. Die Welterbestätte der UNESCO in Hampi am Ufer des Tungabhadra im Distrikt Ballari wurde überschwemmt, weil von einem Stausee 17.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgelassen werden mussten.

Geschätzte Niederschlagsmengen in der Zeit vom 1. bis 12. August 2019
Kartographie: NASA/GPM

In dem im Westen Indiens liegenden Bundesstaat Maharashtra kamen etwa 43 Personen um. Drei Personen wurden noch vermisst. 40.000 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Im benachbarten Bundesstaat Gujarat wurden 31 Personen getötet.

Bereits im Juli wurden große Teile Südasiens von starken Monsunregenfällen heimgesucht; mindestens 227 Personen wurden dabei in Bangladesch, Indien, Nepal und Pakistan getötet.

Die Monsunsaison beginnt üblicherweise im Juni und dauert bis September. Obwohl sie für das Wiederauffüllen der Wasservorräte notwendig ist, bringen die starken Monsunregenfälle jedes Jahr Tod und Zerstörung auf den indischen Subkontinent. So starben 2018 im Bundesstaat Kerala in den schlimmsten Überschwemmungen in dem Bundesstaat seit über 100 Jahren über 200 Menschen.


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