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Landsberg am Lech (Deutschland), 09.12.2004 - Ein Bundeswehr-Tornado vom Jagdbombergeschwader 32 ist in einen Wald bei Kaufering im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech abgestürzt. Die zweiköpfige Besatzung wurde tot in der Nähe der Unglücksstelle gefunden. Ein Ministeriumssprecher teilte mit, der Kampfjet sei um 14:20 Uhr kurz nach dem Start 3,5 Kilometer südlich des schwäbischen Fliegerhorstes Lagerlechfeld aus noch unbekannten Gründen in den Wald gestürzt. Gefunden wurde die Maschine von der Besatzung eines SAR-Hubschraubers erst Stunden nach dem Absturz. Die einbrechende Dunkelheit und der Nebel erschwerten die Suche nach der Maschine. Ein Polizeihubschrauber musste wegen der schlechten Sichtverhältnisse zuvor die Suche unverrichteter Dinge einstellen.

Tornado

Die Absturzstelle ist weiträumig abgesperrt worden. Offiziellen Angaben zufolge waren keine Waffen an Bord. Die Absturzstelle liegt im Westerholzwald nahe einer Lech-Staustufe. Dort habe es „eine leichte Brandentwicklung“ gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr sind vor Ort.

Die beiden getöteten Soldaten waren auf dem Weg nach Ramstein in Rheinland-Pfalz. Sie sollten dort eine Ausbildungsübung absolvieren.

Der Tornado ist ein zweisitziges Allwetter-Angriffsflugzeug. Die Bundeswehr hat von 1982 an 324 Einheiten in Dienst gestellt. Der über 17 Meter lange Schwenkflügler wurde als schwerer Jagdbomber und zur Bekämpfung radargeführter Flugabwehr eingesetzt.

Anfang 1998 begann mit den Tornadomaschinen eine Unfallserie, die Diskussionen über den Erhalt des Tornadoprogrammes aufgebracht hat. Zurzeit sind noch rund 300 Maschinen im Einsatz, deren Zahl soll aber laut Angaben des Bundesverteidigungsministeriums drastisch reduziert werden.

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Quellen