GM-Europa-Chef Forster: Opel muss drei Werke in Europa schließen

Veröffentlicht: 18:53, 8. Mär. 2009 (CET)
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Rüsselsheim (Deutschland), 08.03.2009 – GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster sagte vor dem Genfer Autosalon, er sehe 30 Prozent Überkapazitäten bei den europäischen Opel-Standorten. Daher sei es unumgänglich, etwa drei Werke von Opel beziehungsweise Vauxhall in Europa zu schließen. Dieser „Drei-Werke-Plan“ wurde von Opel-Beriebsratschef Klaus Franz inzwischen dementiert.

Verhandlungen mit privaten Unternehmen würden Monate andauern; Zeit, die Opel in Europa nicht mehr habe. Es sollten Regelungen über Lohnverzichte und ein freiwilliges Ausscheiden von Opel-Mitarbeitern erwogen werden. Der GM-Rettungsplan sehe Einsparungen von 1,2 Milliarden US-Dollar beziehungsweise zirka 950 Millionen Euro vor. Die Bundesregierung, der der Rettungsplan zur Prüfung vorgelegt worden war, bezeichnete den vorgelegten Rettungsplan als unzureichend und hat Nachbesserungen angemahnt.

Für neue Fragen sorgten Berichte, wonach der Opel-Mutterkonzern Patentrechte als Sicherheit für eine Finanzspritze in Milliardenhöhe durch das US-Finanzministerium verpfändet habe. Mittlerweile deuten einige Anzeichen darauf hin, dass sich auch der Mutterkonzern (General Motors) mit der Möglichkeit einer Insolvenz beschäftigt: Es laufen massive Vorbereitungen. Insgesamt drei Insolvenzkanzleien wurden angeworben, zwei davon sollen GM Europe beraten, während Opel Deutschland eine weitere auf Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei anheuerte. Ein Insolvenzverfahren wurde Opel inzwischen vom deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble empfohlen – mit weitreichenden Konsequenzen für den europäischen Automobilmarkt. Dieses radikale Vorgehen lehnte der hessische Ministerpräsident Roland Koch indes ab. Ob und in welcher Form die deutsche Bundesregierung sich an einer Rettung des Autobauers beteiligt, in Form einer Eigenbeteiligung oder über den Weg einer Bürgschaft, ist noch unklar.

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