Erfurt: Erstes Sozialforum in Deutschland beginnt

Erfurt / Berlin (Deutschland), 21.07.2005 – Heute beginnt in Erfurt das erste Sozialforum in Deutschland, das sich an seinen erfolgreichen welt- und europaweiten Pendants in Porto Alegre bzw. Florenz, Paris und London anlehnt.

Eine Parteinahme soll laut Hugo Braun, dem Sozialforumssprecher, strikt vermieden werden. Nichtsdestotrotz wird eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der neuen Linkspartei von PDS und WASG erwartet.

Die von einem CDU-Bürgermeister geführte Stadt Erfurt hat den Teilnehmern für die Unterbringung Schulen zur Verfügung gestellt und begrüßt die eher linksgerichteten Globalisierungskritiker ausdrücklich: „Wir sind eine weltoffene Stadt, die Globalisierungskritiker sind Bestandteil unserer Gesellschaft, und deshalb sollte man sich ihren Anliegen nicht verschließen”, sagte Torsten Jäger, der Sprecher der Stadtverwaltung.

Die Veranstaltung, die bis 24. Juli dauert, ist zunächst als einmaliges Event konzipiert. Gearbeitet wird auf der Grundlage der Charta von Porto Alegre. Auf dem Sozialforum gibt es Veranstaltungen zu den Themenschwerpunkten „Arbeitswelt und Menschenwürde“, „Globalisierung und die Rolle Deutschlands in der Welt“, „Menschenrechte und politische Teilhabe“ und „eine lebenswerte Welt – anders leben“.

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