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EM-Qualifikation: Deutschland unterliegt den Niederlanden mit 2:4

Veröffentlicht: 21:02, 9. Sep. 2019 (CEST)
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Hamburg (Deutschland), 09.09.2019 – Beim Qualifikationsrückspiel der Fußball-Europameisterschaft unterlag die deutsche Nationalmannschaft der Auswahl der Niederlande in Hamburg mit 2:4 (1:0). Mit neun Punkten liegt Deutschland damit weiterhin auf dem zweiten Platz der Tabelle der Gruppe C hinter den mit 12 Punkten führenden Nordiren. Beide Mannschaften treffen am Montag (9. September) aufeinander. Dank des Sieges liegen die Niederländer im direkten Vergleich mit Deutschland vorne – trotz des 3:2-Sieges aus dem Hinspiel in Amsterdam.

Die Begegnung begann mit einer sehr defensiven deutschen Mannschaft. Den ersten deutschen Ballkontakt in der gegnerischen Hälfte hatte Serge Gnabry in den fünften Minute. Die Niederländer kontrollierten das Spiel, den Ball und den Gegner, als ob sie einer zweitklassigen Mannschaft gegenüberstünden. Dennoch ging die deutsche Mannschaft in der neunten Minute durch den beim FC Bayern spielenden Gnabry in Führung.

Joshua Kimich spielte einen langen Steilpass auf Lukas Klostermann, der frei auf das niederländische Tor zulief. Sein Schuss war schwach, eher war er mit dem Fuß gegen den Ball gestolpert, der vom niederländischen Torwart Jasper Cillessen abprallte und von Gnabry im Nachschuss ins Tor befördert wurde. Es war Gnabrys achtes Tor im neunten Länderspiel. In der 42. Minute hätte der Dortmunder Marco Reus nach einen Zuspiel von Toni Kroos die Möglichkeit gehabt, aus sieben Metern zum 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss aus spitzen Winkel konnte vom niederländischen Torhüter abgewehrt werden.

In der 59. Minute flankte Ryan Babel, Abwehrspieler Tah rutschte aus, Niklas Sühle war viel zu weit vorgerückt, sodass Frenkie de Jong vor Nico Schulz an den Ball kam. Sein Schuss aus kurzer Distanz war für Torwart Manuel Neuer unhaltbar. Auch das zweite Tor für die Niederländer war ein Fehler von Jonathan Tah. Nach einem Eckball der Niederländer kam Virgil van Dijk zum Kopfball, den Neuer nach rechts abwehrte. Memphis Depay spielte in den Torraum, Babel verfehlte, doch Abwehrspieler Jonathan Tah traf in der 66. Minute zum 1:2 ins eigene Tor.

Wenige Minute später, in der 73. Minute konnte Deutschland noch ausgleichen, nachdem Schulz abseitsverdächtig angespielt wurde, was Matthijs de Ligt mit erhobenen Händen reklamierte. Der Ball berührte dabei seine linke Hand, und Schiedsrichter Artur Dias aus Portugal entschied kompormisslos auf Strafstoß; dieser wurde von Toni Kroos problemlos verwandelt.

In der 79. Minute erzielten die Niederländer den Ausgleich durch Donyell Malen nach Vorarbeit von Depay auf Georginio Wijjnaldum. Den Endstand vor 51.299 Zuschauern stellte Georginio Wijjnaldum nach einem Konter in der 90.+1 Minute her.

Schiedsrichter Dias gab beiden Mannschaften jeweils eine gelbe Karte, für Kimmich und Depay.

„Heute haben wir unter unserem technischen Niveau gespielt“, räumte Bundestrainer Joachim Löw nach Spielende ein. Zwar fehlten einige deutsche Spieler verletzungsbedingt, so etwa Antonio Rüdiger und Leroy Sané, andererseits verzichtete er auf Kai Havertz, Julian Brandt und den derzeit bei Manchester unter Pep Guardiola erfolgreichen İlkay Gündoğan.

Auf der Pressekonferenz wollte Löw keine Qualitätsmängel sehen. Dabei verloren Matthias Ginter, Lukas Klostermann und Nico Scholz häufig den Ball, und Mittelfeldspieler Joshua Kimmich war in der zweiten Hälfte ebenso wenig sichtbar wie Marco Reus. Die Abwehr erwies sich als ziemlich schwach. Süle wirkte desorientiert, Ginter war zu langsam, Tah irrte führungslos herum.



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