Auseinandersetzung um Spitzensportler Mesut Özil verschärft sich

Veröffentlicht: 14:32, 25. Jul. 2018 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 24.07.2018 – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Spitzensportler Özil aufgefordert, sich zu seinem inszenierten Treffen mit dem türkischen Staatschef Erdogan zu äußern. Özil hatte sich zusammen mit zwei anderen Fußballspielern türkischer Abstammung am 13. Mai 2018 in London getroffen, und die drei Sportler hatten Erdogan öffentlich jeweils eines ihrer Trikots überreicht. Diese Aktion fand kurz vor den türkischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt, was vielfach als politische Propaganda für den umstrittenen amtierenden Präsidenten der Türkei interpretiert wurde.

Mesut Özil beim Emirates Cup 2015

In einer Erklärung vom 22. Juli 2018 auf dem Kurznachrichtendienst Twitter in englischer Sprache behauptete Özil, für ihn sei es bei dem Treffen mit Erdogan weder um Politik noch um Wahlen gegangen. Außerdem sagte er: „Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre.“

Sowohl das Foto mit Erdogan als auch der Rücktritt Özils lösten in den Medien heftige Debatten und sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Von türkischer Seite wurde der in Deutschland geborene Fußballer in Schutz genommen. Der türkische Justizminister Abdulhamit Gül bezeichnete den Rücktritt sogar als das „schönste Tor gegen den faschistischen Virus“.


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