Ab Donnerstag flächendeckende Streiks im Reiseverkehr

Veröffentlicht: 12:38, 7. Aug. 2007 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Frankfurt am Main (Deutschland), 07.08.2007 – Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die in der Pilotenvereinigung „Cockpit“ organisierten Beschäftigten der Fluggesellschaften LTU und dba haben jeweils mit überwältigender Mehrheit von knapp 96 Prozent für einen Streik gestimmt.

Die Gewerkschaft GDL hat Bahnchef Hartmut Mehdorn ein Ultimatum zur Vorlage eines eigenen Tarifvertrags bis zum heutigen Dienstag 18:00 Uhr gesetzt. Sollte die Bahn kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, soll ab kommendem Donnerstag zunächst der Güterverkehr bestreikt werden. Später könnten flächendeckende Streiks auch auf den Personenverkehr ausgeweitet werden. Die Bahn kündigte unterdessen an, sie wolle die Frist verstreichen lassen. Die Bahn befinde sich in einer Zwickmühle und habe keinen Spielraum nach beiden Seiten: Bleibt sie hart, wird die GDL auch den Personenverkehr bestreiken; gibt sie nach, läuft sie Gefahr, dass die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA ihre neu ausgehandelten Tarifabschlüsse sofort aufkündigen. Ein flächendeckender Streik, dessen Folgen sich auf einen wirtschaftlichen Schaden von täglich bis zu fünf Millionen Euro belaufen werden (Quelle: DIW), scheint nicht mehr abwendbar.

Auch im Flugverkehr steht ein Arbeitskampf bevor. Die „Pilotenvereinigung Cockpit“ gab bekannt, dass die Piloten bessere Arbeitszeiten und längere Pausen verlangen. Betroffen sind die Fluggesellschaften LTU und dba, deren Maschinen am Montag früh zwei Stunden am Boden blieben. Von dem Warnstreik waren rund 2.400 Passagiere in Düsseldorf und München betroffen.

Themenverwandte Artikel

Quellen