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Über hundert Tote bei Luftangriffen im Jemen

Veröffentlicht: 20:09, 5. Sep. 2019 (CEST)
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Dhamar ist Hauptort des gleichnamigen Gouvernements.

Sanaa (Jemen), 05.09.2019 – Mehrere Dutzend Menschen fielen Luftangriffen im südlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Dhamar zum Opfer. „Wir schätzen, dass mehr als hundert Menschen getötet wurden“, sagte der Leiter der für Jemen zuständigen Sektion des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Franz Rauchenstein, am Sonntag (1. September) der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition wurde die Stellung der Huthi-Rebellen südlich von Sanaa angegriffen. Der Angriff haben einem Lager für Drohnen und Raketen gegolten und habe internationalem Recht entsprochen.

Die Huthi-Rebellen verbreiteten über ihren Fernsehsender Al-Masirah allerdings die Meldung, dass während der sieben Angriffswellen auch ein Gefängnis getroffen worden sei. Ein Huthi-Sprecher sagte, dass der Saudi-Koalition die Nutzung des früheren Universitätsgebäudes als Gefängnis bekannt war. In dem Gefängnis seien rund 170 Häftlinge festgehalten worden.

Laut Rauchenstein ist die Wahrscheinlichkeit „sehr gering“, in den Trümmern noch Überlebende zu finden. Rauchenstein sprach von einem „schockierenden und traurigen Vorfall“.

Der Krieg zwischen den Regierungstruppen unter Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi, der neben Saudi-Arabien von den Vereinigten Arabischen Emiraten und einigen anderen arabischen Staaten unterstützt wird, und den vom Iran gestützten Huthi-Rebellen hat 2015 begonnen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Ausbruch des Konflikt über 3,3 Millionen Personen geflohen, mehr als 10.000 wurden getötet.



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