Ägypten: Menschenopfer für den toten Pharao

Abydos (Ägypten), 20.06.2005 – Im Alten Ägypten war es zeitweise üblich, dass dem verstorbenen Pharao junge Menschen in den Tod folgen mussten, um dem dahingeschiedenen König im Jenseits zu dienen. Hinweise für solche Menschenopfer wurden von Wissenschaftlern in Abydos entdeckt. Dort lagen in vielen Nebengräbern die sterblichen Überreste von gewaltsam ums Leben gekommenen jungen Leuten. Nachzulesen ist dies in der Juli-Ausgabe des Magazins „National Geographic Deutschland“.

Diesem Bericht zufolge deuten neue archäologische Indizien auf einen Opfertod der jungen Menschen hin. Wie sie sterben mussten, weiß man noch nicht genau. Vielleicht wurden sie erdrosselt oder vergiftet. Man kennt aber auch Fälle, in denen sich die bedauernswerten Opfer nach ihrer Bestattung noch bewegt haben.

Auch andere Grabbeigaben - wie Tiere, Schiffe und Nahrung - lassen darauf schließen, dass dem toten Pharao im Jenseits nichts fehlen sollte. Solche Menschenopfer wurden einige hundert Jahre lang praktiziert, ehe man sie irgendwann in der so genannten „Zweiten Dynastie“ aufgab.

Aus ganz anderen Motiven als im Alten Ägypten erfolgten Menschenopfer bei Indios im Alten Mesoamerika. Dort sollten mit blutigen Opfern die Götter besänftigt oder von diesen bestimmte Leistungen erbeten werden.

Quellen