Gesucht wird der Träger des Deutschen Umweltpreises 2006

Osnabrück (Deutschland), 30.12.2005 – Kurz vor dem Jahresende begann die Suche nach dem Deutschen Umweltpreisträger 2006. Herausgegeben wird der Preis von der Bundesstiftung Umwelt (DBU), die 1991 gegründet wurde. Erstmals vergeben wurde der Preis 1993. Der Preisträger erhält 500.000 Euro.

Rund 130 Institutionen können nun Vorschläge einreichen. Die Frist läuft am 15. März 2006 ab. Zu den Einreichern gehören unter anderem Arbeitgeber- und Branchenverbände, Naturschutzvereine, Medienvertreter, Kirchen und Gewerkschaften ebenso wie die Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft. Sie reichen Vorschläge mit den Namen ihrer Favoriten ein. Preisträger sind jeweils Personen mit herausragenden Leistungen zum Schutz der Umwelt.

Die Preisübergabe durch den deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler findet in Dresden statt. Termin ist der 29. Oktober 2006.

Die Jury, die die Vorauswahl des Preisträgers vornimmt, setzt sich aus 15 Experten zusammen. Sie kommen aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Die endgültige Entscheidung trifft das Kuratorium der DBU.

Einer der bisherigen Preisträger war 1994 der niederländische Meteorologe Paul J. Crutzen. Er leitete Untersuchungen zur Entstehung des Ozonlochs und erhielt 1995 den Nobelpreis für Chemie. 2002 erhielt den Preis der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer für sein Internationales Engagement beim Umweltschutz. Der Preisträger 2005 war der ehemalige Umweltminister von Schleswig-Holstein Berndt Heydemann. Der deutsche Kameramann, Produzent, Tierfilmer und Professor für Ökologie Heinz Sielmann erhielt den DBU-Preis für seine Lebensleistung. Er ist der zweite Preisträger des Lebensleistungspreises. Erste Preisträgerin des Lebenspreises war 2004 Loki Schmidt.

Quellen