Delmenhorst: Gegner der rechten Kaderschmiede erneut als „Volksverräter“ beschimpft

Artikelstatus: Fertig 04:24, 1. Okt. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Delmenhorst (Deutschland), 01.10.2006 – 5.756 Unterschriften von Gegnern eines Ankaufs des Delmenhorster Hotels an die als rechtsradikal eingestufte Wilhelm-Tietjen-Stiftung wurden von einem bekannten Rechtsextremisten auf einer in Deutschland registrierten Internetseite erneut unter der Überschrift „Delmenhorst und seine Volksverräter“ veröffentlicht. Der Verfasser dieser Seite wurde vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten als Querulant eingestuft. Der Verfassungsschutz hält eine Veröffentlichung dieser Liste auf genannter Seite jedoch für unbedenklich. Höhnisch, wohl auf das Presseecho reagierend, veröffentlichte der Verfasser folgenden Kommentar dazu: „Wer von dieser Liste gestrichen werden möchte, hat die Chance durch das Reichsgericht entstalinisiert zu werden.“ Diese und andere explizit antisemitische volksverhetzende Äußerungen sind auf „montagsdemo.net“ nach zweiwöchiger Sperrung wieder abrufbar. Bis zur Sperrung des Angebots durch den litauischen Provider „Serverimaailma.com“ wurde die Website als Wiki mit der Software Mediawiki betrieben. Auf ihr war auch eine Liste mit mehr als 2.300 Namen von Gegnern des Zentrums zu finden. Das Wiki ist nunmehr wieder als solches erreichbar.

Der neue Internetprovider sitzt in Chemnitz und hostet auch die Webseiten der NPD. Mehrere Anfragen an den neuen Internetprovider, diese Seite zu sperren, blieben jedoch erfolglos.

Themenverwandte Artikel

Quellen