OAS entsendet Beobachter nach Ecuador

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / Quito (Ecuador), 23.04.2005 – Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat gestern eine Beobachtermission für Ecuador beschlossen. Eine OAS-Delegation soll die Umstände des Machtwechsels in Ecuador untersuchen.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte macht die Organisation durch die am Freitag verabschiedete Resolution von Artikel 18 der interamerikanischen Charta für Demokratie Gebrauch. Gemäß diesem Artikel kann der ständige Rat der OAS-Außenminister „Entscheidungen zur Bewahrung und Stärkung des demokratischen Systems“ treffen. Laut OAS-Charta ist die Verbreitung und der Schutz der repräsentativen Demokratie eine der Kernaufgaben der Organisation.

Die Resolution fordert alle gesellschaftlichen Kräfte in Ecuador zur Stärkung der Demokratie, zur Respektierung der Gesetze und zum Schutz der Verfassung auf. Der ecuadorianische Kongress hatte Präsident Lucio Gutiérrez nach tagelangen Massenprotesten abgesetzt. Das Militär hatte sich von der bisherigen Regierung distanziert. Gutiérrez wurden Amtsvernachlässigung und ein diktatorischer Regierungsstil sowie Korruption und Vetternwirtschaft vorgeworfen.

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Quellen